Es geht fast alle an – doch beim Thema Pflege herrscht Unwissenheit

23.12.2016

Pflegestärkungsgesetz II – Beginn 01.01.2017

Mehr als die Hälfte der Deutschen hat noch gar nicht vom Pflegestärkungsgesetz II gehört, das zum kommenden Jahresanfang in Kraft tritt. Dabei bringt es wichtige Änderungen mit sich. So begründet künftig auch Demenz eine Pflegebedürftigkeit und damit einen Leistungsanspruch; aus den drei Pflegestufen werden fünf Pflegegrade. In einer Umfrage gaben lediglich 11 Prozent der Bundesbürger an, sich mit der anstehenden Reform schon auseinandergesetzt zu haben. Immerhin 38 Prozent wussten, dass es auf dem Feld irgendwelche Änderungen geben soll.

Auch andere Fakten rund um die Pflege sind weitgehend unbekannt. In einer weiteren Umfrage räumten 61 Prozent der unter 40-Jährigen ein, sich noch nie mit dem Thema befasst zu haben. Über alle Altersgruppen hinweg waren es 46 Prozent. Entsprechend groß sind die Wissenslücken: Nur rund jeder dritte Befragte konnte beispielsweise die Kosten eines Heimplatzes annähernd schätzen (derzeit im Bundesschnitt circa 3.600 Euro monatlich, bei großen regionalen Unterschieden). Dass die gesetzliche Pflegeversicherung nur einen Teil dieser Kosten deckt, wissen hingegen weit mehr als die Hälfte der Bürger. Konsequenzen in Form privater Vorsorge ziehen jedoch bislang die wenigsten.

Pflege

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Leider wird meist erst gehandelt, wenn ein Familienmitglied von Pflegebedürftigkeit betroffen ist. Die Kosten, die durch Pflegebedürftigkeit entstehen können, sind für viele Haushalte nur schwer zu tragen und führen nicht selten dazu, dass eine über lange Zeit erworbene Immobilie schnell zu Geld gemacht werden muss.

Die Unterbringung in einem Heim kostet zwischen 2.500 – 3.500€ monatlich und die durchschnittliche Pflegedauer beträgt 5 Jahre. 

Geht man also vom schlimmsten Fall aus, aktuell also noch der Pflegestufe 3 und im Jahr 2017 von Pflegegrad 5, einer 5 jährigen Pflegebedürftigkeit und monatlichen Unterbringungskosten von 2.500€ kommt man auf einen Betrag von 150.000€.

Viel Geld also, welches auch nicht in allen Haushalten vorhanden ist. Nutzen Sie deswegen die Gelegenheit und informieren Sie sich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für das Alter vorzusorgen und nicht jede muss für Sie die richtige sein.

Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen die passende Lösung zu finden.

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