Berufsunfähig: Jüngere im Vergleich öfter betroffen

22.12.2022

Die jungen Menschen erwischt es nicht so oft wie die älteren, weil die im Schnitt gesünder sind? Falsch gedacht!

Wovon reden wir eigentlich? Diese Aussage lässt sich auf viele Themen beziehen, aber wir reden von Berufsunfähigkeit. Denn eine Umfrage zeigt, welche Altersgruppen besonders lange krank sind. 

Berufsunfähigkeitsversicherung - Berufsunfähig und jetzt? Warum auch junge Menschen betroffen sind

Lange Krankheiten sind vielleicht weiter verbreitet, als mancher denken mag.

Jeder dritte berufstätige Deutsche war schon mal länger als sechs Wochen nicht in der Lage seinen eigenen Job auszuüben. Von diesem Drittel wiederum hatte es knapp die Hälfte länger als sechs Monate oder sogar dauerhaft aus dem Berufsleben geschmissen.

Das zeigt eine Umfrage von knapp 1.000 Deutschen, die das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag der Hannoverschen durchführte.

Die Zahlen im Überblick

Überraschenderweise erwischt es hier vor allem die Jüngeren. 46 Prozent der unter 30-Jährigen und 39 Prozent der 30 bis 39-Jährigen waren bereits länger als sechs Wochen berufsunfähig. 

Am wenigsten betroffen waren hier die Gruppe der 40- bis 49-Jährigen mit 23 Prozent.

Von den Generationen 60+ waren 31 Prozent mal sechs Wochen oder länger nicht in der Lage zu arbeiten. Auch das ist weniger als bei den Jüngeren Gruppen!

Die längsten Ausfallzeiten

Die Jüngeren liegen auch dann vorn, wenn es um sehr lange Ausfallzeiten geht. 21 Prozent der Befragten unter 30 Jahren waren über sechs Monate oder sogar dauerhaft krank. Bei den Senioren liegt der Wert bei 19 Prozent.

Die Werte ziehen sich auch durch den Bekannten- und Freundeskreis. 62 Prozent der jüngeren Befragten kennen Personen, die mal länger als sechs Wochen nicht arbeiten konnten.

Entsprechende Vorsorge

Lediglich 15 Prozent der Befragten haben eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Die würde immerhin mit einer Rente einspringen, sobald jemand länger als sechs Monate ausfällt. Von den Berufseinsteigern zwischen 18 und 29 Jahren haben so eine Absicherung nur ca. 14 Prozent.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung, abgekürzt auch BU, ist eine der wichtigsten Ver­si­che­rungen, welche man haben kann. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen in Ihrem aktuellen Beruf nicht mehr arbeiten können.

Hier gilt, je früher und gesünder man den Vertrag abschließt, desto günstiger die Versicherung.

Versicherer stufen einen als BU ein, wenn man seinem letzten Beruf voraussichtlich mindestens sechs Monate nicht mehr nachgehen kann. Außerdem wird sich hier auf die 50-Porzent-Regel berufen. Nur wenn man mindestens 50 Prozent seiner beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann, zahlt die Versicherung die vereinbarte BU-Rente.

Kurzer Fakten-Check!

Für wen lohnt sich die BU?

Sie ist sinnvoll und besonders wichtig, wenn Sie auf Ihr Arbeitseinkommen angewiesen sind. Also Erwerbstätige, die nicht auf ihr Einkommen verzichten können, genauso aber auch Selbstständige, Berufsanfänger und Beamte.

Welche Krankheiten sind versichert?

Psychische Erkrankungen und Nervenkrankheiten, Unfälle, Krebs, Herz/Gefäße, Erkrankungen des Skeletts und Bewegungsapparates und viel mehr

Wie sind die Kosten für eine BU?

Eine BU ist meist nicht günstig. Die Kosten richten sich danach, wie hoch die Ver­si­che­rung das Risiko einschätzt, dass Sie irgendwann tatsächlich berufsunfähig werden. Dazu müssen Sie Angaben zu Ihrem Beruf, Ihren Hobbys und Ihrem Gesundheitszustand machen. 

Je jünger und gesünder Sie bei Vertragsabschluss sind, desto günstiger kommen Sie in der Regel an eine BU. Je länger Sie den Vertrag vor sich herschieben, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie bestimmte Erkrankungen oder Leiden entwickeln, die den Abschluss einer BU erschweren oder die Ver­si­che­rung teurer machen. 

Man kann auch trotz Vorerkrankungen eventuell eine BU erhalten, hierzu melden Sie sich am besten persönlich bei uns!

Mehr zur BU? 

Was passiert, wenn einen die Psyche aus dem Arbeitsleben wirft? Lesen Sie hier mehr dazu!

Die richtige Beratung

Bei der Antragsstellung einer BU kann man in viele Fallen tappen, deshalb ist hier vor allem eine individuelle und kompetente Beratung erforderlich. Vor allem bei Fragen zum Gesundheitszustand kann man schnell stolpert, sowie eine 27-Jährige Frau, die deshalb vor Gericht trat. 

Beamte mit langjähriger Dienstzeit benötigen nicht immer eine BU. Sie erhalten ein Ruhegehalt, das deutlich über der Er­werbs­min­de­rungs­ren­te liegt. Falls die Le­bens­hal­tungs­kos­ten höher sind als der Anspruch auf Ruhegehalt, können Beamte zusätzlich eine Dienst­un­fäh­ig­keits­ver­si­che­rung abschließen.

Die Berufsunfähigkeit ist ein Existenzbedrohendes Risiko, welches sich versichern lässt. Also zögern Sie nicht, wenn Sie vor den finanziellen Folgen Angst haben. 

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